04.07.10 17:30 Alter: 63 Tag(e)

Klemperer-Koreng melden sich mit Grand Slam Sieg in Stavanger zurück!

 

Nach zwei enttäuschenden Ergebnissen beim Grand Slam in Moskau und in Prag haben sich David Klemperer und Eric Koreng eindrucksvoll in Stavanger zurückgemeldet.

Ein Jahr nachdem sie in Stavanger bei den Weltmeisterschaften 2009 mit Platz vier ihr bestes Ergebnis bei Titelkämpfen gefeiert haben, triumphierten David und Eric in diesem Jahr auf ganzer Linie.

Zunächst gewannen Sie ihren Pool O mit Harley-Pedro (BRA), Lochhead-Pitman (NZL) und Laciga-Bellaguarda (SUI). Gegen Lochhead-Pitman setzten sich David und Eric knapp mit 2-1 (21-17, 19-21, 20-18) durch und auch gegen Laciga-Bellaguarda mussten sie über drei Sätze gehen. Am Ende siegten sie jedoch mit 2-1 (14-21, 21-13, 15-13). Besonders liegen den beiden Studenten derzeit die Brasilianer Harley-Pedro, die sie zum zweiten Mal in Folge klar mit 21:17 und 21:17 besiegten. Der Gruppensieg und damit Platz 9 war ihnen somit sicher.

Nun warteten die Viertplatzierten der FIVB World Tour in Prag auf die Olympiafünften von 2008. Wu-Xu, an Position vier gesetzt und zuletzt in Prag in überragender Form, hatten jedoch gegen die spielstarken Deutschen nicht den Hauch einer Chance. Mit 21:10 und 21:14 deklassierten David und Eric die beiden Chinesen und schickten sie frühzeitig nach Hause.

Im Viertelfinale kam es dann zum Duell mit den Russen Koshkarev-Kolodinsky, die zuletzt ebenfalls starke Leistungen geboten haben. Satz eins war sehr ausgeglichen. Beide Teams schenkten sich nichts, doch am Ende behielten die Deutschen knapp mit 28:26 die Oberhand. Das war die halbe Miete, denn der Wille der Russen schien gebrochen. Satz zwei ging dann relativ deutlich mit 21:16 an David und Eric. Das Halbfinale war erreicht!

Und nun kam es zu einer Neuauflage des Spiels um Platz drei der WM von 2009, das damals die US-Amerikaner Rogers-Dalhausser deutlich mit 2:0 gewannen und David und Eric damit ihr WM-Edelmetall entrissen.

David und Eric waren bis in die Haarspitzen motiviert und lagen schnell mit 3:1 und später mit 9:5 in Front. Immer wieder war es Eric Koreng, der mit seinem Block zur Stelle war. Und auch David Klemperer war mit intelligent vorgetragenen Angriffen immer wieder erfolgreich. Somit ging Satz eins mit 21:16 an die Deutschen. Satz zwei verlief bis zum Stand von 3:3 recht ausgeglichen. Es folgte ein spektakulärer und langer Ballwechsel mit dem besseren Ende für die Amerikaner, der David und Eric ein wenig die Konzentration raubte. Schnell lagen die Amis mit 3:6 in Front. Vor allem Phil Dalhausser kam immer besser ins Spiel und blockte das ein oder andere Mal die Angriffe von David Klemperer.

Am Ende ging Satz zwei mit 13:21 an die US-Amerikaner. Satz drei musste also die Entscheidung bringen. Und David und Eric waren wieder auf den Punkt voll konzentriert.

Schnell lagen sie mit 4:1 in Führung bis die Amerikaner wieder auf 7:7 herankamen, doch die Deutschen konterten cool und bauten ihre Führung erneut auf 10:7 aus, ehe Phil Dalhausser wieder mit seinem gefürchteten Block zum 10:10 ausgleichen konnte. Es ging weiter bis zum Stand von 12:12, als David Klemperer mit einem über Kopf gespielten Shot auf 13:12 erhöhte und Tod Rogers danach seinen Angriffsschlag nicht im Feld unterbringen konnte. Am Ende siegten David und Eric mit 15:13. Der Finaleinzug war geschafft und die Sensation perfekt.

Im Finale rechneten David und Eric eigentlich mit Herrera-Gavira, doch die spielstarken Norweger Skarlund-Spinnangr ließen sich von der Euphorie der Zuschauer tragen und sicherten sich ebenfalls den Finaleinzug.

Und auch im Hexenkessel von Stavanger, dessen frenetisch anfeuernden Zuschauer jedoch zu keinem Zeitpunkt unfair agierten, behielten Klemperer-Koreng die Nerven. Schnell lagen David und Eric mit 6:3 in Führung. Eric Koreng glänzte mit einer herausragenden Blockabwehr und David Klemperer mit sicher vorgetragenen Angriffsschlägen. Am Ende hieß es 21:16 für die Deutschen Meister von 2009.

Satz zwei dominierten Klemperer-Koreng noch eindeutiger. Allein Eric Koreng war mit acht Blockpunkten zur Stelle und sorgte dafür, dass es am Ende klar und deutlich 21:14 für Deutschland hieß. Und nun brachen alle Dämme. David Klemperer sprang seinem Partner in die Arme ehe er die Bühne am Center Court stürmte und ein Tänzchen mit den dort agierenden Gogo-Tänzerinnen hinlegte.

Deutschland hat nach Brink-Reckermann den zweiten Grand Slam Sieger. David und Eric haben Beachvolleyball-Geschichte geschrieben und die Ergebnisse von Moskau und Prag damit eindrucksvoll bei Seite gewischt.

Und so waren David und Eric auch völlig euphorisiert: "Ein Traum ist wahr geworden. Vor genau einem Jahr haben wir hier schon das Turnier unseres Lebens gespielt. Nun ein Jahr später hier ganz oben zu stehen, ist unfassbar. Hier fühlen wir uns pudelwohl und würden am liebsten ab sofort nur noch hier spielen. Für uns ist Stavanger ganz klar das beste Turnier der gesamten Tour."

"Das ist alles unfassbar. Letztes Jahr hat Deutschland hier mit Platz eins und vier Geschichte geschrieben, nun gewinnen wir den Grand Slam von Stavanger. Ich glaube Norwegen und insbesondere Stavanger ist ein gutes Pflaster für die deutschen Teams", so Eric Koreng.

Weiter geht es für David und Eric am kommenden Wochenende auf der FIVB World Tour beim Grand Slam von Gstaad.

 

Die Spiele im Überblick:

Klemperer-Koreng     vs.     Lochhead-Pitman                2-1 (21-17, 19-21, 20-18

Klemperer-Koreng     vs.     Laciga M.-Bellaguarda         2-1 (14-21, 21-13, 15-13

Klemperer-Koreng     vs.     Harley-Pedro                      2-0 (21-17, 21-17)

Klemperer-Koreng     vs.     Wu-Xu                               2-0 (21:10, 21:14)

Klemperer-Koreng     vs.     Koshkarev-Kolodinsky        2-0 (28-26, 21-16)

Klemperer-Koreng     vs.     Rogers-Dalhausser             2-1 (21-16, 13-21, 15-13

Klemperer-Koreng     vs.     Skarlund-Spinnangr            2-0 (21-16, 21-14)

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